E-Paper - 14. Februar 2020
Unterland Zeitung
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Spital Bülach klärt neu Corona-Verdacht ab

Neu klärt auch das Spital Bülach Verdachtsfälle auf das neue

Corona-Virus ab. Es ist dafür gut ausgerüstet und bereit. Wie in der ganzen Schweiz gab es in der

Region noch keinen bestätigten Corona-Krankheitsfalll.

Bettina Sticher

Bülach. Seit einigen Tagen klären das Universitätsspital Zürich, das Stadtspital Triemli, das Kinderspital Zürich und das Kantonsspital Winterthur Verdachtsfälle auf das neue Corona-Virus ab. Neu sind die Befunde gemäss der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich auch in den Spitälern Bülach und Limmattal sowie der Klinik Hirslanden (Zürich) möglich.

Auf die Anfrage, warum das Spital Bülach ausgewählt worden sei, antwortete Urs Kilchenmann, Fachverantwortlicher Unternehmenskommunikation Spital Bülach, dieses sei aufgrund der technischen Infrastruktur und der medizinischen Fachpersonen in der Lage, die geforderten Sicherheitsmassnahmen regelkonform umzusetzen.

Pläne auch für andere hochansteckende Krankheiten

«Das Personal wird bei einer sich ändernden Lage informiert und regelmässig während des ganzen Jahres zu Isolationsmassnahmen geschult», so Kilchenmann. Alle Bereiche des Spitals seien in die Abläufe involviert. «Der Infektiologe des Spitals, Dr. med. Fabian Tschumi, hat dazu eine Checkliste erstellt.» Zudem kenne das Spital Bülach solche Szenarien auch aus der Erfahrungen mit früheren Ereignissen, 2002/2003 mit Sars und 2012 mit Mers. Einen speziellen Corona-Notfallplan gebe es aber nicht. «Die Notfallpläne gelten nicht nur für das Corona-Virus, sondern auch für andere leicht übertragbare Krankheiten», so Kilchenmann. «Aktuelle Ereignisse werden durch die Abteilung Spitalhygiene und Infektiologie aufgenommen und in die bestehenden Abläufe integriert.» Das Spital Bülach ist für Patienten mit hochansteckenden Krankheiten auch vorbereitet, falls tatsächlich mit dem Corona-Virus infizierte Personen kämen. «Wir sind mit elf Isolationszimmern mit Schleuse und Unterdruck-Lüftungssystem ausgerüstet.» Kinder werden an das Kinderspital weitergeleitet, denn das Spital Bülach behandelt gemäss Kilchenmann stationär keine Kinder mit medizinischen, infektiologischen Krankheiten. In Bülach gab es wie in der ganzen Schweiz noch keine Verdachtsfälle auf das Corona-Virus, wie der Kommunikationsverantwortliche des Spitals die Meldung der Gesundheitsdirektion bestätigt. Auch Arztpraxen oder Notfalldienste aus der Region hätten noch keine solchen gemeldet.

Einschleppungsrisiko wird generell als als hoch beurteilt

Auf die Frage, wie genau eine solche Abklärung verläuft, verweist Kilchenmann auf die Empfehlungen der Gesundheitsdirektion und des Bundesamtes für Gesundheit, woran sich auch das Spital Bülach orientiert. Das bisher im Kanton Zürich angewandte Konzept habe sich bewährt, hatte die Gesundheitsdirektion in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Rasche Abklärungen bei Verdachtsfällen wie zum Beispiel bei einem Passagier am Montag, 3. Februar, auf dem Swiss-Flug LX15 von New York nach Zürich, zeigten, dass der Kanton Zürich gut vorbereitet sei (die UZE berichtete). Das Einschleppungsrisiko wird von Experten generell als hoch beurteilt. Es sei möglich, dass auch in Zürich und der Schweiz Fälle auftreten würden, so die Gesundheitsdirektion Die genauen Regelungen des Kantons Zürich sind auf der kantonalen Webseite www.gd.zh.ch/coronavirus abrufbar.

Unterland Zeitung vom Freitag, 14. Februar 2020, Seite 7 (2 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Februar   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29