E-Paper - 14. Februar 2020
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Bülach Zentrum für Elektroinstallationsberufe

Der Zürcher Bildungsrat hat die Berufe an die Berufsschulen

zugeteilt. Bis 2024 soll das Projekt umgesetzt sein. Die Berufsschule Bülach wird zum Zentrum für Elektroinstallations- und für

kaufmännische Berufe. Bei der Schulkommission zeigt man sich mit der Lösung zufrieden.

Bettina Sticher

Bülach. Die Berufsschule Bülach (BSB) wird mit der neuen Aufteilung vor allem zu einem der drei Kompetenzzentren für Elektroinstallationsberufe und zu einem der Kompetenzzentren für kaufmännische Berufe. Von der Berufsbildungsschule Winterthur und vom Bildungszentrum Horgen wechseln Montage-Elektriker und Elektroinstallateure nach Bülach.

BSB verliert die MEM-Berufe

Auch bei den kaufmännischen Berufen gewinnt die BSB dazu. Ein Teil der KV-Lernenden wechseln vom KV Zürich nach Bülach. Zuvor habe man kaufmännische Lernende nach Zürich verloren, weil viele Firmen ihre Ausbildungsverträge in Zürich zentralisiert hätten, erklärt Willi Wismer, Schulkomissionspräsident der BSB auf Anfrage. Abgeben muss die BSB dafür die MEM-Berufe (Produktionsmechaniker, Polymechaniker, Konstrukteure), die neu von der MEM-Plattform des Bildungsrates auf verschiedene Schulen verteilt werden. Zudem verliert die BSB die Automatikmonteure an die Berufsfachschule Uster. Behalten kann sie aber gemäss Wismer die Flugzeugmechaniker mit einer internationalen A-Lizenz.

Grosse Überraschungen hat die BSB bei der Neuzuteilung nicht erlebt, sie bleibt etwa so wie im Vorprojekt. «Wir müssen übergeordnet denken, es war ein Prozess», sagt Wismer. «Die definitive Lösung ist für uns nicht anders als schon in den Gesprächen der Vernehmlassung. Wir haben einen Konsens gefunden.» Wichtig sei es, dass jede Schule etwa gleich viele Schüler habe. Unter dem Strich wird in Bülach nach der Umsetzung eine Klasse weniger unterrichtet als vorher, aber mehr Lernende. Wismer erklärt das damit, dass neben der fachlichen Bündelung von Kompetenzen auch die Klassengrösse eines der Ziele des Projekts gewesen sei. «Mit mehr Lernenden in einem Beruf kann man ausgeglichener zuteilen», sagt er. Und: «Natürlich kann das auch einen Spareffekt haben.»

Künftig mehr Lernende zu erwarten

Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner erklärte an der Medienkonferenz vom Dienstag: «Der heutige Entscheid des Bildungsrates ist für die Berufsbildung im Kanton Zürich ein Meilenstein. Ich freue mich, dass wir unter Einbezug aller Schulen und der Wirtschaft eine gute Lösung gefunden haben.»

Ebenso machte sie klar, dass die Umsetzung umsichtig durchgeführt werden soll. Denn aufgrund der Neuzuteilung der Berufe wird ein Teil der Lehrpersonen ihren Arbeitsort wechseln müssen. Da in den kommenden Jahren mehr Lernende auszubilden seien, könne davon ausgegangen werden, dass alle Lehrpersonen weiterbeschäftigt werden können. Bis zum Sommer 2024 soll die Neuzuteilung umgesetzt sein. Details sind auf der Webseite der Bildungsdirektion Zürich einzusehen.

Unterland Zeitung vom Freitag, 14. Februar 2020, Seite 5 (4 Views)

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