E-Paper - 14. Februar 2020
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Zierfische sind seine Leidenschaft

Rund 120 afrikanische Barsche, bunt wie der Regenbogen, leben bei Mario Nogara. Der Dälliker ist Präsident des Aquariumvereins Danio, der sich einmal im Monat trifft, um über die gemeinsame Leidenschaft zu sprechen.

Ramona Kobe

Dällikon. Jeden letzten Donnerstag im Monat trifft sich der Aquariumverein Danio zum Höck in Oberhasli, um über seine grosse Leidenschaft zu sprechen: Zierfische. Rund 32 Mitglieder engagieren sich für eine art- und tierschutzgerechte Haltung der Tiere, gleichzeitig übernehmen sie mit der Pflege von Lebewesen Verantwortung. Viele von ihnen faszinieren die Verhaltensweisen und Farbenpracht der verschiedenen Fischarten. So auch den Dälliker Mario Nogara, der seit mehr als zehn Jahre als Präsident des Vereins amtet.

Im Keller seiner Wohnung leben rund 120 Barsche aus dem Malawisee, einem afrikanischen Grabensee. In insgesamt fünf Becken, von denen das grösste 600 Liter Wasser enthält, schwadern die kleinen, bunten Raubfische vor sich hin. «Das sind sehr lebhafte Fische», erklärt Nogara. So könne es durchaus vorkommen, dass die Barsche auch mal aus den Becken springen. Früher standen diese in der Stube. «Nach mehreren Wasserschäden zügelte ich sie in den Keller», sagt der 65-Jährige, der in einem Zoofachgeschäft in ein Aquarium schaute und sofort hin und weg war. So dauerte es nicht lange, bis auch er seine ersten Zierfische kaufte und ihnen ein neues Zuhause gab. Zwar besitze er heute verschiedene Barsche, sein Lieblingsfisch sei aber der blaue Malawidelphin der Cyrtocara Moorii. «Im Fachjargon verwendet man die lateinischen Namen», erklärt der gelernte Koch und spätere Logistiker, der die Tiere nicht nur hält, sondern auch nachzieht.

«Ein Hund gibt genauso viel Arbeit»

Solche gezüchteten Fische können Interessierte an Zierfisch- und Wasserbörsen kaufen, wie sie der Aquariumverein jährlich in Rümlang organisiert. Deswegen ist der Verein auch in der Gemeinde eingetragen, obwohl er 1935 in Zürich gegründet wurde. «Über die Jahre ist das Einzugsgebiet der Mitglieder gewachsen, hat sich auf das ganze Zürcher Unterland ausgebreitet», erklärt Nogara. Die letzte Börse fand am Ende Januar statt, an der Mitglieder und andere Züchter aus der Schweiz und Süddeutschland ihre Nachzuchttiere sowie Pflanzen angeboten haben zu angemessenen Preisen. Denn: Die Aquaristik ist gemäss dem Präsidenten nicht zwingend ein kostspieliges Hobby. «Online gibt es tolles Secondhand-Equipment zu günstigen Preisen.» Nebst Börsen organisiert der Verein auch Ausflüge oder Vorträge, an denen renommierte Referenten und Experten über Themen rund um Fisch und Pflanzen berichten. Oder die Mitglieder besuchen zusammen Fischzüchter in ihren Hobbykellern.

Nogara macht kein Geheimnis daraus, dass mit seinem Hobby viel Aufwand verbunden ist. Täglich füttern, wöchentlich das Wasser wechseln, putzen wenn nötig. Und alle vier Monate die Filter wechseln. «Es gibt immer etwas zu tun. Aber ein Hund gibt genauso viel Arbeit.»

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 14. Februar 2020, Seite 7 (8 Views)

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