E-Paper - 27. September 2019
Furttaler Nachrichten
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Jubiläumsjahr des Jodelklubs Altberg endet mit Auftritt in historischem Chilchli

Der Jodelklub Altberg feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag. Nach dem Jubiläumsabend im April folgte nun als Abschluss die Jubiläumsreise. Es ging ins Emmental, wo selbstverständlich auch gejodelt wurde.

Altberg/Emmental. Das Emmental, eines der Zentren des gelebten schweizerischen Brauchtums, war das Ziel der Jubiläumsreise des Jodelklubs Altberg. Erwartungsfroh bestiegen die Vereinsmitglieder am Samstagmorgen, 14. September, den Car in Otelfingen. Anstelle von eigenem Gesang alle schienen noch ein bisschen müde zu sein legte Beat Meier eine CD mit Jodelliedern und Ländlermusik ein. «Kafi!» tönte es aus den hinteren Reihen. Offensichtlich benötigten einige noch etwas Koffein.

In Trubschachen war es dann so weit. Da gab es nicht nur Kaffee, sondern auch Guetzli. Und fast jeder Teilnehmer trug eine Tragtasche mit den bekannten und überaus leckeren Süssigkeiten der Kambly-Fabrik zurück in den Bus. Es folgte die Weiterfahrt via Entlebuch und Langnau nach Eggiwil. Das Jodelwesen ist eng mit dem Alphorn verbunden. So lag es nahe, eine Alphornmacherei zu besuchen. Keine Fabrik, sondern eine Werkstatt. Vater und Sohn Bachmann fertigen seit Generationen Alphörner in Handarbeit an. 80 Stunden benötigen sie pro Alphorn. Ein Teil der Teilnehmer wagte sich vom Knubel zu Fuss nach Eggiwil. Im Hirschen wurde das Nachtquartier bezogen. Ausruhen, Durst löschen und Minigolf überbrückten die Zeit bis zum Nachtessen.

Auftritt in 1000-jähriger Kirche wird in Erinnerung bleiben

Frühe Tagwache war für Sonntag angesagt, denn jetzt folgte der Höhepunkt der Reise. Im Würzbrunnen-Chilchli bekannt aus den Gotthelf-Filmen durften der Jodelklub den Gottesdienst am eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag mit eigenen Liedern begleiten. Etwas mehr als 200 Besucher drängten sich in die kleine, fast 1000 Jahre alte Kirche. Dort, wo Ueli und Vreneli geheiratet haben, stand und sass man unter der berühmten Kanzel, wo Albert Bitzius den Leuten ins Gewissen redete. Sehr eindrücklich für alle. Nach dem Gottesdienst fuhren drei Pferdefuhrwerke die Reisegruppe zurück nach Eggiwil. Auf über 900 Metern erwartete sie aufgrund des schönen Wetters eine fantastische Weitsicht: Schreckhorn, Finsteraarhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Blüemlisalp, Niesen, Stockhorn. Sie alle waren zu sehen. Die Fahrt war ein Auf und Ab auf schmalen Strassen, eine richtige Entschleunigungskur. Von Eggiwil aus fuhr man auf direktem Weg zurück ins Furttal, wo sich eine eindrückliche und gemütliche Jodlerreise dem Ende zuneigte.

Kurt Tobler, Mitglied Jodelklub Altberg

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 27. September 2019, Seite 7 (23 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   September   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30