E-Paper - 27. September 2019
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Stefan Loppacher neu Präventionsbeauftragter

Das Bistum Chur hat mit Stefan Loppacher neu einen Präventionsbeauftragten. Seine Aufgabe soll es sein, das Schutzkonzept für die seelische, geistige und körperliche Unversehrtheit der Menschen im Bistum Chur umzusetzen.

Regensdorf. Kurz nachdem die Schweizer Bischofskonferenz im März 2019 die überarbeiteten «Richtlinien sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» herausgegeben hatte, beschloss der Synodalrat der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich nach Rücksprache mit der Bistumsleitung, im Generalvikariat Zürich eine 100%-Stelle für Präventionsbeauftragte zu schaffen und die Kosten ins Budget aufzunehmen. Mit ausdrücklicher Zustimmung von Josef Annen als Delegierter des Apostolischen Administrators für die Bistumsregion Zürich/Glarus hat der Synodalrat Stefan Loppacher mit einem Pensum von 50% als Präventionsbeauftragten gegen sexuelle Gewalt angestellt. Die Anstellung und Finanzierung durch die katholische Körperschaft des Kantons Zürich erfolgte mit Zustimmung des Apostolischen Administrators des Bistums Chur, Bischof Peter Bürcher.

Beauftragung aus Chur — Arbeitsort in Zürich

In einem Communiqué teilte das Bistum Chur mit: «Dr. Stefan Loppacher übernimmt auf den 1. Oktober 2019 im Auftrag des Apostolischen Administrators die Aufgabe der neu geschaffenen Stelle eines Präventionsbeauftragten im Bistum Chur.» Linienvorgesetzter ist der Delegierte des Apostolischen Administrators für die Bistumsregion Zürich/Glarus. Das Büro und die Infrastruktur der Präventionsbeauftragten befindet sich im Generalvikariat in Zürich. Die noch offenen 50 Stellenprozente werden ab Januar 2020 mit einer Frau besetzt. Die Präventionsbeauftragten werden im ganzen Bistum und damit in allen sieben Bistumskantonen tätig sein.

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich freut sich, dass sie in kurzer Zeit mit konkreten Entscheiden Strukturen zur Verfügung stellen konnte, welche die Schaffung einer solchen Stelle ermöglichte.

Stefan Loppacher hat seine bisherige 50-Prozent-Stelle bei der katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius auf Ende Monat gekündigt. Wegen eines Konflikts mit dem Pfarrer der Gemeinde und der Kirchenpflege, wozu Loppacher klar Stellung bezogen hat, läuft nach wie vor eine Administrativuntersuchung. Diese Untersuchung wird noch länger andauern.

Auf Anfrage sagt Stefan Loppacher: «Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Die neue Stelle ergibt sich auch aus meinem bisherigen Engagement in diesem Bereich.» Nach dem Abschluss seines Lizenziats forschte er drei Jahre im Bereich «Kirchliches Strafverfahren und sexueller Missbrauch Minderjähriger» und veröffentlichte dazu 2017 eine Doktorarbeit.

Bisher war er schon für weitere 40 Prozent als Richter am Diösesangericht des Bistums Chur in Zürich tätig. Diese Funktion wird er auch weiterhin fortführen. (sira)

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 27. September 2019, Seite 5 (20 Views)

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