E-Paper - 27. September 2019
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So wird richtig gewählt

Viele Wahlzettel, viele Namen, viele Fragezeichen? Bei der brieflichen Abstimmung oder beim Urnengang gilt es einige Regeln zu beachten. Wie man gültig wählt, erklärt die «Winterthurer Zeitung».

Wahlanleitung. Damit eine Stimme gültig ist, gilt es einige Regeln einzuhalten. Deshalb werden hier diese für die anstehenden Nationalrats- und Ständeratswahlen am 20. Oktober erklärt.

Ständeratswahl

Der Wahlzettel für die Wahl von Ständeräten aus dem Kanton Zürich ist gemäss Wahlgesetz «eigenhändig und handschriftlich» auszufüllen. Sieben Kandidaten bewerben sich um einen der zwei Sitze. Es treten zwei bisherige Ständeräte an und fünf Herausforderer.

Dabei wird nach dem Majorzverfahren gewählt: Man setzt jene Kandidaten auf den Wahlzettel, die man für die kommende Legislatur im Ständerat sehen möchte. Bei der Ständeratswahl ist Kumulieren nicht erlaubt: Jeder Name darf auf dem Wahlzettel für den Ständerat nur einmal aufgeführt werden.

Wer nur einem Kandidaten seine Stimme geben will, lässt die zweite Zeile leer. Die Ständeratswahlen werden wie die Regierungsratswahlen nach dem Mehrheitswahlsystem (Majorz) durchgeführt. Bei Majorzwahlen gilt im ersten Wahlgang das absolute Mehr. Die Berechnung im Kanton Zürich läuft so: Alle Stimmen der Kandidierenden werden zusammengezählt und dann durch die doppelte Zahl der zu besetzenden Stellen geteilt. Die nächsthöhere ganze Zahl ist das absolute Mehr. Erreichen weniger als zwei Kandidaten das absolute Mehr, kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Dieser findet am 17. November statt. In einem zweiten Wahlgang werden die noch unbesetzten Sitze nach relativem Mehr verteilt. Dabei gewinnt, wer am meisten Stimmen erhält.

Nationalratswahl

Die Zusammensetzung des Nationalrats wird nach dem Proporzwahlverfahren bestimmt. Das heisst, dass die Parteien zuerst die Sitze im Verhältnis ihres Stimmenanteils erhalten und die erhaltenen Sitze dann innerhalb der Partei auf die Personen mit den meisten Stimmen zugeteilt werden.

Insgesamt sind für den Kanton Zürich 35 Sitze zu vergeben, für die auf 32 Listen 966 Personen kandidieren.

Es darf nur eine einzige Wahlliste eingelegt werden. Die Stimmabgabe ist ungültig, wenn mehrere Wahllisten eingelegt werden.

Die Wähler können entweder eine vorgedruckte Wahlliste (Wahlzettel) unverändert in die Urne legen oder diese handschriftlich abändern.

Wähler können den Wahlzettel verändern, indem sie:

• Kandidatennamen streichen.

• Kandidatennamen (inklusive Kandidatennummer) zweimal, aber nicht öfter, auf die Liste setzen (kumulieren), wobei Gänsefüsschen oder Bemerkungen wie «dito» nicht zulässig sind.

• Kandidatennamen auf der Liste streichen und an deren Stelle Kandidierende (inklusive Kandidatennummer) anderer Listen setzen (panaschieren).

• Gleichzeitig streichen, panaschieren und kumulieren.

• Oder die Listenbezeichnung ändern: Damit gehen die leeren Zeilen als Zusatzstimmen an die jeweilige Partei.

Auf dem Wahlzettel dürfen nicht mehr Namen stehen als dem Kanton Zürich Sitze zustehen, also maximal 35 Namen. Gültig sind nur Namen, die auf vorgedruckten Wahlzetteln stehen.

Die Wahlberechtigten können brieflich oder persönlich an der Urne wählen. Bei der brieflichen Stimmabgabe muss der Stimmrechtsausweis unterschrieben und mitgeschickt werden.

Isabella Seemann

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 27. September 2019, Seite 20 (20 Views)

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