E-Paper - 27. September 2019
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Männersport Buchs fährt ins Verzascatal

Es ist der Höhepunkt im Jahr des Männersport-Vereins Buchs: die traditionelle zweitägige Reise. Diesen Herbst führt sie in die Sonnenstube der Schweiz, ins beliebte Verzascatal, wo sich die Gruppe auf luftiger Höhe bewegt.

Buchs/Tessin. Es war ein perfekt organisiertes Wochenende, das die werte Kameradschaft, sportliche Herausforderung (mit Augenmass) und Fröhlichkeit vereinte. Die frühmorgendliche Zugreise führt wenig spektakulär, dafür umso schneller, durchs Loch ins Tessin. Die Stelle des nunmehr wegrationalisierten Verpflegungswägelis übernimmt ein Vereinsmitglied zur Überraschung aller und verwöhnt die Herrenrunde mit Kaffee und selbstgebackenen Laugenbrötli. In Bellinzona angekommen, bleibt das Gepäck im Hotel. Mit leichtem Rucksack bringt das Postauto den Verein nach Sonogno, ein kleines Dorf, das zuhinterst im Verzascatal liegt.

Die warme Herbstsonne taucht die steinplattenbedeckten und mit Blumen geschmückten Häuser in ein prächtiges Farbenspiel. «So schön», denkt man und hofft insgeheim, dass es eines Tages nicht noch mehr wird. Bis zum Kitsch wäre es dann nicht mehr weit. Das «Schlaraffenland» erinnert ein wenig an die schwarzen Brüder, die aus diesem Dorf aus purer Not nach Mailand als Kaminfegerbuben verkauft wurden, um das Überleben der verbleibenden Familie zu ermöglichen. Die Wanderung entlang der türkis schimmernden Verzasca mit ihren ausgewaschenen Stein- und Felsformationen ist ein Genuss. Ebenso das gemeinsame Picknick unterwegs. In Brione teilt sich die Gruppe auf. Die Dynamischeren folgen dem Fluss weiter bis nach Lavertezzo, die andern finden Erholung im nahen Grotto. Zufrieden fahren alle zurück nach Bellinzona zum Zimmerbezug im Hotel.

Apéro und Nachtessen in der nahegelegenen Osteria mit Osso Bucco, Brasato und Co. sowie Merlot erfreuen Gaumen und Sinne. Ein Schlummertrunk auf dem Castel Grande rundet den ersten Tag stilvoll ab.

Nichts für Schwindelanfällige

Der Sonntag bringt den Sportverein nach Sementina, von wo eine kleine Gruppe den zackigen Aufstieg zur Alpe Mornera in Angriff nimmt. Die Übrigen lassen sich mit einem Shuttle auf die halbe Höhe bringen. Zu Fuss geht es dann weiter, dem Höhepunkt des Tages entgegen: Die Ponte Tibetano, eine 270 Meter lange Hängebrücke, die das Tal auf 130 Metern Höhe überquert. Nichts für drei Schwächlinge (der Schreibende inbegriffen), die das Abenteuer den Schwindelfreien überlassen. Auch hier lässt der Verein den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen Raum.

Nach einer letzten ausgiebigen Stärkung auf der Piazza Nosetto in Locarno geht es zurück zum Bahnhof. Bei der Rückfahrt spielt es keine Rolle mehr, dass die Kirche von Wassen nicht mehr drei Mal gesehen werden kann. Der NEAT-Tunnel kommt dem Schlafbedürfnis der Männer entgegen. Bei der Ankunft in Buchs ist man sich einig: Schön war es! Der Dank geht an die Organisatoren, die Vorfreude auf die nächste Reise nimmt jeder mit nach Hause.

Werner Hofstetter, Männersport Buchs

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 27. September 2019, Seite 13 (13 Views)

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