E-Paper - 22. Februar 2019
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Die dritte Röhre für den Gubristtunnel ist zu einem Drittel gegraben

Die Arbeiten für den Ausbau der Nordumfahrung Zürich laufen auf Hochtouren. Das Bundesamt für Strassen lud zu einem Rundgang durch die dritte Gubrist-Röhre. Man sei gut unterwegs, bestätigt der Projektleiter Roland Hug.

Michael Hotz

Region 1140 Meter weit in den Berg vorgedrungen so weit hat man es bis vergangenen Freitag geschafft. An diesem Tag hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) zu einer Medienführung in die dritte Röhre beim Gubristtunnel geladen. Seit dem 11. November 2017 schuften jeweils rund 120 Arbeiter von Montag bis Samstag rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb für das Kernstück des Projekts Ausbau Nordumfahrung Zürich. Ein Drittel des 3,3 Kilometer langen Tunnels ist somit gegraben. «Es ist einiges gegangen. Wir sind gut unterwegs», bestätigt Astra-Projektleiter Roland Hug. Er ist zuversichtlich, dass die dritte Röhre im Sommer 2022 planmässig eröffnet werden kann.

Die Zahlen zum Ausbau sind imposant: Der entstehende Tunnel für drei Fahrspuren wird 15 Meter breit und 14 Meter hoch. Insgesamt müssen rund 700'000 Kubikmeter Gestein entfernt werden. Dafür werden täglich zwei Güterzüge mit 18 Waggons eingesetzt. Der Ausbau der dritten Röhre kostet alleine 565 Millionen Franken. Den Rest des 1,55-Milliarden-Projekts machen die Überbauung des Katzensees, die Sanierung der ersten und zweiten Röhre sowie übrige Ausbauarbeiten aus. 2025 soll gemäss Astra das Megaprojekt ganz abgeschlossen sein.

4,5 bis 6 Meter pro Tag

Noch müssen die Arbeiter in der dritten Gubrist-Röhre ihre anstrengenden Aufgaben verrichten. Mittels sogenannter Teilschnittmaschine wird ganz vorne im Tunnel das Sedimentgestein abgefräst. 4,5 bis 6 Meter pro Tag schafft die Maschine. Der Schutt wird am Boden gesammelt und via Förderband nach hinten transportiert. Nach draussen geschaffen wird das abgetragene Gestein von grossen Lastwagen, die Tunnel-Dumper genannt werden. Je weiter Richtung Ausgang man gelangt, umso fertiger ist der Tunnel. Bei den ersten paar hundert Metern sind die Wände bereits betoniert.

Das Licht im Stollen ist schummrig, die Luft staubig. «Hier unten herrschen konstant 15 bis 20 Grad», erklärt Roland Hug. Dafür habe es praktisch kein Wasser, es sei ein sehr trockener Tunnel. Die Szenerie ist beeindruckend. Um auch die Bevölkerung daran teilhaben zu lassen, hat das Astra im Infopavillon in Regensdorf eine Ausstellung eingerichtet (siehe Box unten).

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 22. Februar 2019, Seite 1 (57 Views)

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