E-Paper - 15. Februar 2019
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Schulen halten am Skilager fest

Dieses Jahr haben sich

weniger Kinder angemeldet zu den Skilagern, sowohl auf Primar- wie auch auf

Sekundarstufe. Die Schulpflegen sehen darin aber keinen Grund, die Zukunft der Lager infrage zu stellen.

Sabine Schneiter

Rümlang. Seit vielen Jahren haben in Rümlang sowohl die Primarschüler als auch die Sekschüler die Gelegenheit, während der Sportferien am Skilager ihrer Schule teilzunehmen. Die Viert- bis Sechstklässler fahren in die Melchsee-Frutt, während die Schüler der 1. und 2. Sek eine Woche in Elm verbringen. Und in den vergangenen Jahren waren diese Lager auch stets gut besucht trotz Meldungen aus anderen Dörfern, wo die Skiwochen mangels Helfender oder Teilnehmer eingestellt wurden. Doch in diesem Winter verzeichnen auch die Rümlanger einen Einbruch: Die Teilnehmerzahlen sind so tief wie schon lange nicht mehr. Bei der Sek haben sich nur gerade 23 Kinder angemeldet, statt rund 30 wie in den vorhergehenden Jahren. Und bei der Primarschule ist die Zahl auf 32 eingebrochen, von 45 im Vorjahr und ganzen 66 im Jahr 2016.

«Verhältnis muss stimmen»

Über die Gründe des aktuellen Rückgangs können die Schulvertreter nur spekulieren. «Schwierig zu sagen, ob das Interesse am Schneesport generell abgenommen hat oder ob es nächstes Jahr schon wieder anders aussehen wird», sagt etwa Ueli Haab, Präsident der Sekundarschulpflege. Und Daniel Weibel, Schulleiter der Primarschule Worbiger, überlegt, ob es damit zusammenhängen könnte, dass man in den vergangenen Jahren fast zu viele Anmeldungen hatte: «Man sagte, dass man in der Mittelstufe nur zweimal ins Lager fahren darf, vielleicht haben manche jetzt zugewartet, um nächstes Jahr wieder teilnehmen zu können.»

Einig sind sich aber alle, dass die Zukunft der Rümlanger Skilager nicht in Frage steht wegen des bis anhin einmaligen Einbruchs. «Dass das Skilager nicht stattfinden sollte, war bei uns nie ein Thema», sagt Barbara Altorfer, Schulpflegepräsidentin der Primarschule. Und Ueli Haab seitens der Sek doppelt nach: «Im Moment halten wir an diesem Lager fest.»

Haab räumt aber ein, dass das «Verhältnis stimmen muss». Denn je weniger Schüler sich anmelden, desto geringer ist der Anteil der Lagerkosten, der durch die Elternbeiträge gedeckt wird. Schliesslich fällt ein grosser Teil der Kosten eines Skilagers unabhängig von der Anzahl Teilnehmer an, etwa die Hausmiete oder die Entschädigungen für die Begleitpersonen, die schon weit im Voraus verpflichtet werden. In der Sek müssen die Eltern 350 Franken beisteuern, was laut Haab aktuell noch knapp die Hälfte der Kosten deckt. Und bei der Primarschule komme man mit 320 Franken seitens der Eltern ebenfalls auf knapp die Hälfte. «Wenn die Teilnehmerzahl weiter abnimmt, würden wir natürlich noch einmal über die Bücher gehen müssen», gibt Haab zu bedenken.

Freude am Sport fördern

Im Vordergrund steht für die Schulpfleger aber, dass man den Kindern den Zugang zum Schneesport ermöglichen möchte. «Wir finden es absolut unterstützenswert, dass sich die Kinder bewegen und sind auch stolz darauf, dass wir den Rümlanger Kindern ein Skilager anbieten können», sagt Primarschulpflegerin Barbara Altorfer. Nicht alle Familien hätten die Gelegenheit, Wintersport auf privater Basis zu treiben: «Wir haben auch immer wieder Kinder, die im Lager zum ersten Mal im Schnee und auf dem Skilift sind. Das sind sehr wertvolle Erfahrungen.» Seitens der Sek tönt es ähnlich. «Wir möchten die Freude an der sportlichen Betätigung fördern und hoffen, dass diese dann auch auf privater Basis erhalten bleibt», sagt Haab.

Wertvolle Erfahrungen

Nebst dem Wintersport ist auch das Lagerleben ein wichtiger Teil des Gesamtpakets: Töggele, gemeinsames Schlitteln, Toben im Schnee und vergnügte Lagerabende all dies ermöglicht den Kindern und Jugendlichen wichtige und oftmals unvergessliche Erlebnisse. «Im Lager sind die Kinder eine Woche mit Gleichaltrigen aus anderen Klassen zusammen. Das fördert die Gemeinschaft, und sie lernen, miteinander etwas zu unternehmen, statt am Computer zu sitzen», sagt Haab.

Bemerkenswert ist für die Schulpfleger ausserdem, dass sich stets genügend Lehrpersonen und Leiter finden, um die Lager durchzuführen. In Rümlang scheint man damit auf beiden Schulstufen kein Problem zu haben; langjährige Lagerleiter kümmern sich Jahr für Jahr um die Organisation und können dabei auf ein bewährtes Team zurückgreifen. «Wir von der Schulpflege schätzen es sehr, dass wir immer Lehrpersonen finden, die sich zur Verfügung stellen», sagt dazu Barbara Altorfer.

Rümlanger Nachrichten vom Freitag, 15. Februar 2019, Seite 1 (17 Views)

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