E-Paper - 08. Februar 2019
Furttaler Nachrichten
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

Nun üben die Kantonspolizisten das Schiessen in Regensdorf

Die Kantonspolizei verfügt neu über ein Ausbildungszentrum im Furttal, wo das Schiessen und die Selbstverteidigung trainiert wird. Kantons- und Polizeivertreter betonten an der Eröffnung die Wichtigkeit der Polizeianlage.

Michael Hotz

Regensdorf. «Man kann nicht genug betonen, wie wichtig ein regelmässiges Schiesstraining ist, ob als Polizist oder Jäger.» Der Zürcher Baudirektor Markus Kägi, selber ein erfahrener Schütze, kam letzten Freitagnachmittag ins Schwärmen. Der Grund für die Freude des SVP-Regierungsrats war die Eröffnung der neuen Ausbildungsanlage der Kantonspolizei an der Trockenloostrassen in Regensdorf. Darin lernen die Polizisten schiessen und werden in der Selbstverteidigung ausgebildet. Drei 25-Meter-Schiesshallen mit je acht Drehscheiben sowie Räume für die Ausbildung in Theorie und Nahkampf stehen dazu zur Verfügung.

Bis 2016 beim Flughafen trainiert

Beschlossen wurde der Bau im Mai 2016. Bis Ende 2015 konnten die Auszubildenden der Kantonspolizei in der Ausbildungsanlage Cheibenwinkel auf dem Flughafenareal trainieren. Dann meldete die Flughafen AG Eigenbedarf an. «Wir kamen etwas in einen toten Rank und mussten in den Folgejahren improvisieren», erinnerte sich Kapo-Kommandant Thomas Würgler anlässlich der Eröffnung der neuen Anlage zurück. Unter der Leitung des kantonalen Hochbauamts wurde die Ausbildungsanlage in lediglich 17 Monaten mit vorfabrizierten Bauteilen erstellt. Rund 14 Millionen Franken veranschlagte der Kanton Zürich dafür, wobei die Flughafen AG drei Millionen beisteuert. Das Regensdorfer Areal Trockenloo befand sich bereits im Besitz des Kantons.

Markus Kägi bezeichnete das Ausbildungszentrum als «einen ansprechenden und funktionalen Zweckbau, der sich gut ins gleich angrenzende Wohnquartier einfügt.» Dabei strich er heraus, dass der aufwändig gedämmte Bau alle Lärmschutzverordnungen einhalte. «Es dringt kein Schiesslärm nach aussen.» Zudem erfülle die Anlage den Minergiestandard für Industriebauten. So werden die Schiesshallen mit Erdgas, die übrigen Gebäudeteile mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. Auf dem Dach wurden Solarzellen angebracht, die den Erdgasverbrauch der Heizanlage kompensiert. «Die Umweltbelastung durch die neue Ausbildungsanlage ist minimal», konstatiert Markus Kägi.

«Die Kapo fühlt sich willkommen»

Wie wichtig das Ausbildungszentrum für die Kantonspolizei ist, betonten sowohl Thomas Würgler als auch Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Der Kapo-Kommandant sagte: «Die Schiessausbildung ist die Lebensversicherung unserer Leute.» Deshalb nannte er das neue Zentrum «eine Investition in die Zukunft». Mario Fehr meinte: «Mit dem ‹Trockenloo› verfügt die Kantonspolizei Zürich über eine optimale Infrastruktur für die Schiessausbildung, um die uns die anderen Kantonen beneiden.» Der SP-Regierungsrat wies darauf hin, dass die Polizisten im Umgang mit ihrer Waffe keine Fehler machen dürften. «Jeder falsche Schusseinsatz wäre fatal.» Gleichzeitig erwähnte er aber auch, dass in den vergangenen Jahren keine Schussabgabe durch die Polizei erfolgte.

In Richtung der Behördenvertreter der Gemeinde Regensdorf sagte Mario Fehr: «Die Kantonspolizei Zürich fühlt sich hier willkommen und pflegt ein gutes Einvernehmen mit der Gemeinde.» Dies sei nicht selbstverständlich.

Furttaler Nachrichten vom Freitag, 8. Februar 2019, Seite 3 (4 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Februar   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28